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Didaktische Grundsätze von Microtraining

Microtraining verfolgt das Ziel, vorhandenes Wissen innerhalb einer Organisation weiterzugeben und die organisationale Wissensbasis zu erweitern. Dabei basiert Microtraining auf den drei folgenden Grundsätzen:

1. Microtraining unterstützt informelle Lernprozesse.

 

2. Der Fokus liegt auf dem Teilnehmenden.

 

3. Microtraining fördert aktives Lernen

   

Passt in jeden Arbeitstag

Da eine einzelne Microtraining Einheiten nur 15 Minuten dauert, kann Microtraining flexibel an den Arbeitsrhythmus eingebaut werden. Die Einheiten passen in jeden Arbeitsplan ohne große Unterbrechung in den normalen Arbeitsalltag und können dann eingesetzt werden, wenn sie gebraucht werden.

Kurze Einheiten: Einmalig oder eine Reihe von Einheiten

Die kurzen Einheiten können sowohl als eine einmalige Anwendung als auch als Reihe von Einheiten organisiert werden. Indem die einzelnen Microtraining Einheiten thematisch aufeinander aufbauen, wird das vermittelte Wissen gefestigt und vertieft.

Die Effektivität von formellem Lernen

Firmen verwenden einen Großteil ihres Trainingsbudgets auf formelles Lernen, wie z. B. traditionellen Frontalunterricht, innerhalb dem ein Trainer vordefinierte Themen vermittelt. Durch diese Art von Training wird den Teilnehmenden nur ca. 20% des für die Arbeit benötigten Wissens vermittelt.

Die meisten Lernprozesse finden informell statt

Wir lernen das meiste aus informellen Situationen, wie z. B. beim Gespräch mit den Kollegen, bei der Informationssuche im Internet oder in Handbüchern, die Einsicht in Problemlöseprozesse sowie von Kunden- oder Lieferantenfeedback.

Microtraining bringt wichtige Themen auf die Tagesordnung

Microtraining bietet innerhalb des Unternehmens eine Plattform für die Weitergabe von Wissen und Ideen. Durch das Zusammenbringen von Wissen und Erfahrungen, lernen die Teilnehmenden voneinander. Darüber hinaus regt Microtraining auch außerhalb der eigentlichen Einheiten den Meinungsaustausch zwischen den Mitarbeitenden an. 

 

Spezifische Fragen der Teilnehmenden

Im Diskussionsteil werden Fragen der Teilnehmenden aufgegriffen, die in direktem Zusammenhang mit den Entwicklungen in der Organisation stehen. Dadurch wird das Engagement der Teilnehmenden erhöht.

Einfluss auf den Inhalt der Einheiten

Die Teilnehmenden können sowohl bei der Auswahl der Themen als auch bei der Struktur der Einheiten mitentscheiden und Vorschläge einbringen. Es steht ihnen ebenso frei, Einheiten ganz alleine zu organisieren. Das Wissen und die Erfahrungen der Teilnehmenden wird geschätzt und anerkannt.

Übertragen in das eigene Arbeitsumfeld

Auch Themen, die nicht von den Teilnehmenden vorgeschlagen wurden, sondern von der Organisation vorgeschrieben wurden, werden übertragen auf die Arbeitsumgebung der Teilnehmenden. Es ist wichtig, dass die besprochenen Inhalte unmittelbar in der Praxis angewendet werden können. In Microtraining geht es nicht nur darum, Wissen zu erlangen, sondern es auch anzuwenden.

 

Probleme gemeinsam lösen

Microtraining basiert darauf, Menschen zur aktiven Beschäftigung mit dem Lernprozess anzuregen. Dadurch erhöht sich einerseits die zeitliche Verfügbarkeit des Wissens als auch die Aufnahmefähigkeit der Teilnehmenden. Der aktiven Herangehensweise zu Dank, findet Microtraining bei verschiedenen Lernstilen gleichermaßen Anklang. Durch das gemeinsame Arbeiten und den Austausch über Probleme, lernen Menschen am meisten.

Die Weitergabe von Wissen als Einbahnstraße

In vielen Organisationen, verhält sich die Weitergabe von Wissen wie eine Einbahnstraße. Einmal im Monat spricht der Geschäftsführer zu den Mitarbeitern oder zeigt ein Lehrvideo. Weil die vermittelte Information oft wenig mit der Arbeitsumgebung der Mitarbeiter zu tun hat, ist deren Aufmerksamkeitsspanne begrenzt.

Eine aktive Herangehensweise

Indem Microtraining unterschiedliche Aktivitäten und deren flexible Anwendung ermöglicht, wird die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden aufrecht erhalten. Die Nutzung von visuellen Materialien erleichtert die Wiedererkennung. Da die Teilnehmenden ermutigt werden, Fragen zu stellen, kann der Trainer feststellen, welches Wissen die Teilnehmenden besitzen. Praktische Beispiele können eine Verbindung zur Arbeitsumfeld der Teilnehmenden schaffen, z. B. durch die Simulation einer typischen Situation innerhalb eines kurzen Rollenspiels.

Reflektion, Korrektur und Aufnahme

Reflektion, Korrektur und Aufnahme des vermittelten Wissens sind fester Bestandteil jeder Microtraining Einheit:

  • Der aktive Start fördert Reflektion und die aktive Beteiligung am Thema.
  • Die Übung ermutigt die Teilnehmenden zusammen zu arbeiten.
  • Die Diskussion regt die Kommunikation zwischen den Teilnehmendenn an.
  • Der Einfluss der Teilnehmenden auf die Auswahl der Themen und den zukünftigen Trainingsprozess erhöht die gemeinsame Ausrichtung auf den nächsten Schritt.